grandiose highlights – déjà vus 2013

highlights déjà vus

Die Highlights von 2013 als déjà vus

Die Zeit läuft. Viel ist gekommen und vergangen seit dem Beginn unserer Reise. Auch Dinge, die einem zu denken geben. Wie lange werden wir noch unterwegs sein können? Manchmal geht es so schnell und alles ist anders. Also haben wir beschlossen, die Highlights unserer déjà vus anzugehen. Dazu gehört der Atlantik, speziell St.Malo, Quiberon mit der Côte Sauvage und die Passage du Gois nach der Insel Noirmoutier. Schon fast am ersten Ziel angekommen, blinzelt uns noch der Mont St. Michel entgegen.

St. Malo #198 / #3427

Flut

Mit einem maximalen Tide-Unterschied von 9m ist hier Ebbe und Flut zu beobachten. 2013 bei unserem ersten Besuch haben wir 2 Tage am Strand verbracht und fasziniert zugeschaut, wie das Meer kommt und geht. Fast unwirklich erscheint es, dass eine so grosse Fläche innerhalb weniger Stunden sich leert, oder eben füllt. Wie auch damals, haben wir an der Bucht Les Ilots haltgemacht und auf dem Stellplatz eingecheckt. Die Stadt haben wir diesmal ausgelassen und uns nur auf die Bucht und die Gezeiten konzentriert.

Ebbe

Es ist heiss…sehr heiss. Das Thermometer klettert erbarmungslos auf gute 40° am Schatten. Ausserdem dürfen die Hunde nicht mit zum Strand. Normalerweise wäre dies für uns Grund genug, hier nicht zu stehen. Aber St. Malo hat nun mal einen besonderen Stellenwert. So gehen Markus und ich abwechslungsweise zum Strand, schauen, was das Meer grade so macht. Etwas Gutes hat diese Methode auch: Die schnellen Wechsel werden viel offensichtlicher. Wenn man da sitzt und wartet ist es sehr spannend, aber wenn man von Zeit zu Zeit schauen geht, ist es irgendwie noch krasser.

Quiberon und die Côte Sauvage #207 / #3436

Auch hier Atlantik vom Feinsten

“Unsere” Côte Sauvage…auch hier stellen wir auf dem gleichen Stellplatz ab wie vor 9 Jahren. Von unserer Bucht aus schauen wir auch hier den Gezeiten zu. Damals hat mich bei Flut eine Welle erwischt und mir nasse Hosen beschert, diesmal holt sich Markus einen nassen Arsch. Das nennt man dann ausgleichende Gerechtigkeit. Jeder darf mal lachen. An der Côte Sauvage herrscht striktes Badeverbot. Auch bei Ebbe ist der Atlantik hier unberechenbar, weil es Strömungen gibt und man die Unterwasserklippen nicht sieht. Viele Seeleute fanden hier den Tod und noch heute gibt es mehrere Unfälle pro Jahr.

Küstenwanderung nach Quiberon

Diesmal nehmen wir uns etwas mehr Zeit hier. Wir wandern über den Klippen nach Quiberon. Die Aussicht ist gewaltig, die zerklüfteten Felsen und der wilde Atlantik sind einfach herrlich. Die Pflanzen krallen sich in den kleinsten Felsnischen fest und blühen. Natur pur. Auch das Städtchen erweist sich als kleine Perle. Mit dem Schloss und dem Leuchtturm und mit einem feinen, weissen Sandstrand glaubt man sich an einem anderen Ort. Das hat gar nichts mehr mit der Côte Sauvage zu tun.

Auch "Fliewatüüt" kommt zum Einsatz

Seit es bei uns ist, hat Markus schon viel trainiert mit ihm. Beim Filmen sind die Beiden noch nicht ganz so geübt, aber Fotografieren können sie schon ganz gut zusammen. Diese Bilder zeigen noch einmal, wie trügerisch der Atlantik sein kann. Eigentlich sieht er ganz zahm aus, doch wenn man unter die Oberfläche schaut, erkennt man sein wahres Gesicht. Es war wieder herrlich hier und wir sind froh, dass wir auch dieses Ziel nochmal angefahren haben. Mit mehr Zeit und anderen Augen, aber doch genauso fasziniert wie beim ersten Mal.

Passage du Gois zur Insel Noirmoutier #217 / #3441

Beauvoir sur mer, Ausgangspunkt zur Überquerung

Nun fehlt uns noch die Ebbestrasse. Wieder fahren wir nach Beauvoir sur mer, diesmal bleiben wir allerdings direkt an der Passage zum Übernachten. So können wir die Strasse besser im Auge behalten, wenn wir direkt hier stehen. Die Passage de Gois ist eine Ebbe-Strasse. Sie kann nur 2 mal pro Tag für jeweils 3 Stunden befahren werden und war bis 1971 die einzige Verbindung zwischen dem Festland und der Insel Noirmoutier. Seither gibt es noch eine Brücke, die den Verkehr unabhängig von den Gezeiten fliessen lässt. Wir bevorzugen auch diesmal die Passage…

Ebbe

Die Strasse kann 1,5 Stunden vor und 1,5 Stunden nach Basse (Ebbetiefststand) befahren werden. Allerdings gibt es immer wieder Leute, die sich darum nicht kümmern und früher oder später fahren. Für solche Spezialisten, vor allem die zu späten, gibt es auf der 4,5 km langen Passage 9 Rettungsstangen oder -Körbe. Bleibt noch die Frage, ob solche dann einfach hängen gelassen werden dürfen bis zur nächsten Ebbe. Wäre vielleicht eine gute Lehre und würde keine unschuldigen Helfer in Gefahr bringen. Und für andere fängt die Arbeit an, wie für die Muschel- und Austernfischer.

Flut

Das Wasser steigt und die Strasse verschwindet. Faszinierend, unglaublich, man muss es gesehen haben. Stück für Stück nimmt der Atlantik die Strasse ein. Bis zu 4m tief steht sie bei Haute (Fluthöchststand) unter Wasser. Da möchten wir wahrlich nicht unterwegs sein. Deswegen sind wir lieb und folgsam wie immer und warten auf die nächste Ebbe morgen Nachmittag.

1 thought on “grandiose highlights – déjà vus 2013”

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