Grosse Bilder mit kleinen Geschichten

Dreier Set

Grosse Bilder mit kleinen Geschichten

Wie entstehen Grosse Bilder mit kleinen Geschichten? Am Anfang stehen natürlich die Bilder. Zumeist sind es Composings, die Markus mit viel Liebe und Phantasie gestaltet. Unter einem Composing versteht man ein Bild, das aus mehreren Fotos zusammengesetzt wird. Somit gibt es wirklich keine Grenzen, sei es bei der Bildauswahl noch bei der Gestaltung. Es entstehen unwirkliche, surreale Gestalten und Umgebungen. Auch die Szenerie lässt sich wie gewünscht modulieren. Da können die ärgsten Fressfeinde zu Freunden werden, Grössenverhältnisse beliebig geändert, aus der Maus kann nun der sprichwörtliche Elefant entstehen.

Ideen zu Bildern

Es kann eine bestimmte Aufnahme sein, eine Redewendung oder ein aktuelles Thema, welche die Idee zu einem Bild liefert. Manchmal hat Markus auch eine konkrete Szene im Kopf, zu der er sich die Bilder zusammensucht. Sei es in der eigenen Galerie oder auf Stockagenturen. Und dann beginnt die Arbeit. Es gilt, die Perspektiven einzuhalten, Schatten richtig zu platzieren und das Licht realistisch einzusetzen. Also wird verschoben, gedreht, probiert, korrigiert, gerückt, aufgehellt, abgedunkelt und vieles mehr. Schliesslich soll das fertige Composing aussehen, als wäre es ein ganz normales Foto. Die meisten Ideen werden umgesetzt, nur ein paar ganz wenige verworfen.

Der nächste Schritt

Im nächsten Schritt werden die Bilder von uns gemeinsam ausgesucht. Dies verläuft meistens aus dem Bauch heraus. Natürlich sind es Bilder, die mir oder Markus besonders gut gefallen. Darunter sind teils ältere, aus den Anfängen seiner Composingzeit. Wenn ich so eines unbedingt dabei haben will, nimmt er es sich noch einmal vor und bringt es auf Vordermann. Manchmal bleiben wir auch an ganz „normalen“ Fotos hängen. Solche, die zwar bearbeitet, aber an sich nicht verändert worden sind. Diese Bilder finden eher selten Zugang zu unseren Büchlein. Das eine oder andere schafft es trotzdem.

Recherche, Wirklichkeit und Phantasie

Vor dem Schreiben recherchiere ich viel und gerne. Zu einem Tier, einer Zeit, einer Landschaft, Sitten und Gebräuche, je nach Geschichte. Wikipedia leistet mir dabei gute Dienste und ausserdem lerne ich noch sehr viel. Dieses neue Wissen versuche ich möglichst mit einzubeziehen. Doch trotzdem soll auch die Phantasie nicht zu kurz kommen. Schliesslich kommen auch Zwerge und Feen vor. So kann es durchaus auch passieren, dass ein Tiger als Ersatzmutter für eine frisch geschlüpfte Entenschar fungiert oder ein Adler als Flugtaxi für einen Berberaffen antritt. Hauptsache, ich habe Spass am Schreiben und ihr beim Lesen.

Text

Wie gehe ich vor? Erst schaue ich mir die ausgewählten Bilder noch einmal an. Ich suche mir eines aus, das mich in diesem Moment am meisten anspricht, oder zu dem ich eine Idee habe. Auch hier gibt es grosse Unterschiede. Manchmal sehe ich ein Bild und habe sofort die Geschichte dazu im Kopf. Das ist einfach. Bei anderen habe ich eine vage Idee, was daraus entstehen könnte. Hier fange ich einfach mal an, ohne genau zu wissen, wo es hingeht. Während des Schreibens ergibt es sich meistens wie von selbst und zuletzt muss ich mich mit dem Ende beeilen, damit der Text nicht zu lange wird. In diesem Fall heisst es dann, streichen, kürzen, ändern.

Knacknüsse

Die Knacknüsse unter den Bildern sind jene, die mich ratlos lassen. Diese bleiben bis zuletzt übrig und kommen erst ganz am Schluss dran. Oft überlege ich tagelang an einer möglichen Geschichte dafür. Das fängt beim Titel an, der in der Folge sowieso noch ein paar mal geändert wird. Wenn ich endlich anfange geht es äusserst stockend. Schreiben, löschen, ändern, neu beginnen, zwei, drei Tage liegen lassen, lesen und wieder neu machen. Bisher ist jedes Bild zu seiner Geschichte gekommen. Das Schreiben macht mir sehr viel Spass, die Herausforderung ist immer verschieden. Was mir am Besten daran gefällt? Die Antwort darauf kommt im nächsten und letzten Abschnitt.

Prüfung und veröffentlichen

Jede Geschichte wird sofort nach Vollendung Markus zur Prüfung vorgelesen. Seine Reaktion verrät mir die Güte des Textes. Und damit sind wir beim Thema, was mir am Besten daran gefällt. Entlockt ihm meine Geschichte ein Lachen oder Schmunzeln ist sie gut. Vom Stirnrunzeln gibt es zwei Varianten. Die eine heisst, der Text regt zum Denken an, hat einen tieferen Sinn. Die andere sehe ich zum Glück nicht oft. Dann ist es eine eher seichte Geschichte, die man hätte besser oder anders machen können. Nun gilt es, das fertige Büchlein zum Druck bereit zu stellen, das Probeexemplar nochmal anzuschauen und es schliesslich zur Veröffentlichung freizugeben.

Viel Spass beim Lesen!

Fotograf DACH

Oktober 9, 2025

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